27 MÄRZ | 2 MINUTEN LESEZEIT
Digitization vs. Digitalisierung: Unterschiede und Einflüsse erklärt
Was ist Digitization, was Digitalisierung? Vor allem im Deutschen werden beide englischen Begriffe – Digitization und Digitalization – meist einfach als „Digitalisierung“ übersetzt. Dabei beschreiben sie unterschiedliche Prozesse mit jeweils eigenen Auswirkungen auf die IT/OT-Konvergenz. In einem früheren Beitrag, haben wir bereits darauf hingewiesen, dass Digitization, Digitalization und Digital Transformation nicht gleichbedeutend sind. In diesem Artikel gehen wir einen Schritt weiter und erklären die konkreten Unterschiede zwischen dem Digitalisieren (Digitization) und dem Digitalisieren im weiteren Sinne (Digitalization) – und zeigen auf, wie beide Prozesse Unternehmen auf ihrem Weg zur digitalen Transformation beeinflussen.
Was ist der Unterschied zwischen Digitization und Digitalisierung?
In den vergangenen 15 Jahren ist das Interesse an den Begriffen „Digitization“ und „Digitalization“ kontinuierlich gewachsen – mit einem markanten Anstieg zwischen 2016 und 2017. Inzwischen findet insbesondere „Digitalization“ immer häufiger Verwendung. Das legt nahe, dass sich die Diskussion in Unternehmen und Branchen zunehmend in Richtung digitale Transformation verlagert hat.
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Also, worin liegt nun der Unterschied zwischen Digitalisierung (Digitalization) und Digitization? Ganz einfach: Auch wenn die Begriffe ähnlich klingen, verfolgen sie unterschiedliche Ziele. Schauen wir uns das genauer an!
Digitization bedeutet, analoge Daten in ein digitales Format zu überführen. Digitalization (Digitalisierung) hingegen beschreibt die Integration digitaler Technologien in Geschäftsprozesse – mit dem Ziel, Abläufe zu optimieren, Kundenerlebnisse zu verbessern und Innovationen voranzutreiben.
Man kann sagen: Digitization ist der erste Schritt der digitalen Transformation – und eine notwendige Voraussetzung, damit Digitalisierung (Digitalization) überhaupt stattfinden kann.
Um das Ganze noch greifbarer zu machen, werfen wir im Folgenden einen genaueren Blick auf beide Begriffe.
Was bedeutet Digitization?
Dokumente – in ein digitales Format umgewandelt werden, also in digitale Dateien und Unterlagen. Einfach gesagt: Es geht darum, etwas Physisches in eine digitale Form zu überführen. Wenn Sie an Digitization denken, denken Sie an die Umwandlung analoger Informationen in etwas, das digital gespeichert und abgerufen werden kann.
Wie bereits erwähnt, ist Digitization ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur digitalen Transformation. Für sich allein verändert sie jedoch nicht die Arbeitsweise eines Unternehmens – vielmehr geht es darum, Daten in digitaler Form verfügbar zu machen.
Typische Beispiele aus dem Alltag sind Fotos, medizinische Bilder, Musik, Interviews, Filme, Fernsehsendungen oder auch Finanz- und Wetterdaten.
Was sind die wesentliche Merkmale von Digitization?
Wesentiche Merkmale von Digitization sind:
- Datenumwandlung: Physische Dokumente, Bilder oder Aufzeichnungen werden in digitale Dateien überführt.
- Speicherung und Zugriff: Informationen lassen sich einfacher speichern, verwalten und teilen.
- Grundlage für Automatisierung: Digitization schafft die Voraussetzung für den Einsatz digitaler Werkzeuge, automatisiert Prozesse jedoch nicht von selbst.
Was bringt Digitization für die Fertigungsindustrie?
Digitization bildet die Grundlage der Smart factory. In der Fertigungsindustrie bedeutet das vor allem, analoge Daten mithilfe vernetzter Technologien in digitale Formate zu überführen – für viele Unternehmen ist dies der erste Schritt auf dem Weg zur digitalen Transformation.
Because of this, digitization in manufacturing touches every part of the business – from design and production to after-purchase services. It gives manufacturers better control over their operations and helps them work more efficiently.
Digitization betrifft dabei alle Bereiche eines Fertigungsunternehmens – vom Design über die Produktion bis hin zum Service nach dem Kauf. Sie ermöglicht eine bessere Kontrolle über die Abläufe und unterstützt effizienteres Arbeiten.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Schnellerer Informationszugriff: Digitale Aufzeichnungen ersetzen physische Dokumente und erleichtern so das Auffinden und Teilen von Daten im gesamten Unternehmen – Entscheidungen können schneller getroffen und der Verwaltungsaufwand reduziert werden.
- Weniger Fehler und geringeres Risiko von Datenverlust: Manuelle Datenerfassung birgt Fehlerquellen. Digitization sorgt für konsistente und verlässliche Daten und minimiert gleichzeitig das Risiko verlorener oder verlegter Dokumente.
- Verbesserte Rückverfolgbarkeit und Compliance: Digitale Daten ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und Versionskontrolle – ein entscheidender Vorteil, besonders in regulierten Branchen mit hohen Anforderungen an Nachweisbarkeit.
- Kosteneinsparungen: Durch die Digitalisierung von Dokumenten, Wartungsprotokollen oder Konstruktionszeichnungen lassen sich Druck-, Lager- und Arbeitskosten nachhaltig senken.
- Starke Basis für Automatisierung und Digitalisierung: Digitization ist der notwendige erste Schritt hin zu einer vollständig integrierten Smart Factory. Sobald Daten digital vorliegen, können sie mit Automatisierungssystemen, Analysen und IoT-Lösungen verknüpft werden – für mehr Effizienz und Innovationskraft.
Und was bedeuteut Digitalisierung (Digitalization)?
Digitalisierung bedeutet, digitale Technologien gezielt einzusetzen, um die Art und Weise zu verändern, wie Unternehmen arbeiten – von ihren Prozessen und Abläufen bis hin zu Geschäftsmodellen. Es geht also um mehr als nur das Umwandeln von Papierdokumenten in digitale Dateien (das wäre Digitization). Digitalisierung nutzt digitale Werkzeuge, um Prozesse effizienter zu gestalten, fundierte Entscheidungen zu treffen und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.
Stellen Sie sich eine Fabrik vor, in der jede Maschine mit einem zentralen Computersystem kommuniziert – das ist Smart Manufacturing in der Praxis und ein typisches Beispiel für Digitalisierung. Dabei geht es nicht nur um die Automatisierung einzelner Aufgaben, sondern um den Einsatz digitaler Technologien zur Erfassung und Analyse von Echtzeitdaten aus allen Phasen der Produktion. Sensoren an den Maschinen überwachen deren Zustand, und das System nutzt die gewonnenen Daten, um frühzeitig Wartungsbedarfe zu erkennen – bevor es zu teuren Ausfällen kommt.
Das Ergebnis? Weniger Stillstand und deutlich effizientere Abläufe.
Gleichzeitig kann das System den Produktionsfluss analysieren, Engpässe identifizieren und Verbesserungspotenziale aufzeigen.
Diese kontinuierliche, datengetriebene Optimierung hilft der Fertigung, sich flexibel an veränderte Anforderungen oder Produktspezifikationen anzupassen – und macht sie insgesamt agiler und reaktionsfähiger. Smart Manufacturing nutzt also digitale Technologien, um den gesamten Produktionsprozess intelligenter und effizienter zu gestalten.
Wie trägt Automatisierung zur Digitalisierung bei?
Automatisierung trägt eine zentrale Rolle in der Digitalisierung – sie ist einer der wichtigsten Treiber dieses Wandels. Sie unterstützt Unternehmen dabei, manuelle und zeitaufwendige Prozesse durch intelligente, datenbasierte Abläufe zu ersetzen. Durch die Kombination von Automatisierung und digitalen Technologien lassen sich Effizienz steigern, Fehler reduzieren und fundiertere Entscheidungen schneller treffen.
Was sind die typischen drei Phasen der Digitalisierung?
Digitalisierung ist kein Prozess, der von heute auf morgen geschieht – sie verläuft in mehreren Phasen.
- Digitization: Wie bereits erwähnt, ist dies der erste Schritt im Digitalisierungsprozess. Ziel ist es, Daten besser zugänglich und strukturiert nutzbar zu machen. Durch den Einsatz digitaler Datenbanken und den Ersatz manueller Abläufe wird der Informationszugriff beschleunigt, die Fehlerquote reduziert und die Rückverfolgbarkeit verbessert.
- Digitalization (Digitalisierung): Sobald die Daten digital vorliegen, geht es im nächsten Schritt darum, digitale Technologien zur Verbesserung von Prozessen, Entscheidungsfindung und Zusammenarbeit einzusetzen. Die Automatisierung manueller Abläufe, der Einsatz von IoT-Sensoren zur Echtzeitüberwachung sowie KI-gestützte Analysen für vorausschauende Wartung und Qualitätskontrolle steigern die Effizienz, senken Kosten und ermöglichen datenbasierte Entscheidungen.
- Digitalisierung des Geschäftsmodells: In der letzten Stufe werden digitale Lösungen vollständig in die Unternehmensstrategie integriert. Der Übergang von klassischen Abläufen hin zu einer vernetzten, datengetriebenen und intelligenten Produktion ist abgeschlossen. Das Ergebnis: mehr Agilität, Innovationskraft und ein klarer Wettbewerbsvorteil in einem dynamischen Marktumfeld.
Wie wirken sich Digitization und Digitalisierung auf die IT/OT-Konvergenz aus?
Die Konvergenz von Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT) verändert die industrielle Fertigung grundlegend.
Was früher klar getrennt war – Geschäftssysteme auf IT-Seite und operative Abläufe auf OT-Seite – wächst nun zusammen. Diese Integration ermöglicht den durchgängigen Austausch von Echtzeitdaten, verbessert die Entscheidungsfindung und steigert die betriebliche Effizienz deutlich.
Sowohl Digitization als auch Digitalisierung spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung dieser Integration.
Bevor IT- und OT-Systeme zusammenarbeiten können, müssen die Daten digitalisiert werden. Das bedeutet: Betriebsdaten aus Maschinen, Sensoren oder Produktionsprotokollen werden in ein strukturiertes, digitales Format überführt, das IT-Systeme verarbeiten können. Dieser Schritt schafft eine gemeinsame Datengrundlage, auf der IT und OT effektiv kommunizieren und enger zusammenwachsen können.
Sobald die Daten digital vorliegen, bringt Digitalisierung Automatisierung, Analytik und Künstliche Intelligenz ins Spiel – und sorgt dafür, dass IT und OT reibungslos zusammenarbeiten. Die Systeme arbeiten nicht länger isoliert: Daten fließen nahtlos zwischen den Geschäftsanwendungen und der Produktion, was datengetriebene Fertigung ermöglicht.
Während Digitization und Digitalisierung die Grundlage für die IT/OT-Integration schaffen, geht digitale Transformation noch einen Schritt weiter: Sie verändert grundlegend, wie Fertigungsunternehmen arbeiten. Es geht nicht nur um neue Technologien – sondern darum, Geschäftsmodelle, Prozesse und Kompetenzen neu zu denken, um IT und OT vollständig in ein vernetztes, datengestütztes Ökosystem zu integrieren.
Digitale Transformation macht aus IT/OT-Konvergenz weit mehr als ein operatives Upgrade – sie wird zu einem strategischen Vorteil.
Unternehmen, die diesen Wandel aktiv gestalten, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern gewinnen an Widerstandsfähigkeit, Skalierbarkeit und Innovationsfähigkeit – und sind ihren Wettbewerbern einen Schritt voraus.
In einem dynamischen Markt, der von Lieferkettenstörungen, sich wandelnden Kundenanforderungen und zunehmenden Cyberbedrohungen geprägt ist, werden jene Hersteller führend sein, die IT und OT konsequent in ihre Digitalisierungsstrategie integrieren – hin zu einer intelligenten, autonomen und nachhaltigen Produktion.
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Digitization und Digitalisierung verändern Unternehmen nachhaltig
At ATS Global, we’ve seen firsthand how digitization and digitalization can truly change the game for businesses across various industries. We’ve had the privilege of helping many companies on their digital transformation journeys, starting with digitization to organizing and streamlining data and workflows. Then, we move on to digitalization, where we integrate connected technologies, automation, and real-time analytics to maximise their full potential, optimizing operations at every level.
Digitization und Digitalisierung haben das Potenzial, Unternehmen in verschiedensten Branchen grundlegend zu verändern – das haben wir bei ATS Global bereits vielfach erlebt.
Mit unserer Erfahrung aus zahlreichen Projekten unterstützen wir Unternehmen dabei, zunächst Daten und Prozesse zu strukturieren (Digitization) und anschließend mithilfe intelligenter Technologien und Analysen echten Mehrwert zu schaffen (Digitalisierung).
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